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KraussMaffei präsentiert integrierte Verbund- und Additivfertigungslinien auf der JEC World 2026

KraussMaffei präsentiert auf der JEC World 2026 integrierte Fertigungslinien, die additive Fertigung mit Verbund- und Spritzgießtechnologien für Hochtemperaturpolymere verbinden.

KraussMaffei präsentiert integrierte Verbund- und Additivfertigungslinien auf der JEC World 2026

KraussMaffei hat angekündigt, auf der JEC World 2026 in Paris vom 10. bis 12. März ein vollständig integriertes Produktionsportfolio zu zeigen. Das Unternehmen präsentiert Technologien, die Reaktionsverfahrenstechnik, additive Fertigung und Spritzgießen für Hochtemperaturpolymere und Verbundwerkstoffe kombinieren. Die Ausstellung in Halle 6, Stand D51, umfasst 3D-gedruckte Bauteile aus PEEK, PESU und PEI sowie Verbundkomponenten, darunter einen Sandwich-Unterfahrschutz und eine LED-beleuchtete Fahrzeug-Frontblende {{cite:}}.

Hintergrund

Die Strategie von KraussMaffei setzt auf durchgängige Systemlösungen für die Herstellung von Verbund- und Polymerbauteilen - von der Entwicklung bis zur Serienproduktion. Dieser Ansatz knüpft an frühere Angebote an, die auf der JEC vorgestellt wurden, etwa die Technologien FiberForm, RTM, ColorForm, LFI und Pultrusion, die auf der JEC World 2025 und früheren Messen präsentiert wurden {{cite:}}{{cite:}}.

Details

KraussMaffei betont, der einzige Anbieter der Branche zu sein, der komplette, im eigenen Haus entwickelte Fertigungslinien bereitstellt, in denen Reaktionsprozesse, additive Fertigung und Spritzgießen nahtlos integriert sind {{cite:}}. Herzstück des additiven Portfolios ist der firmeneigene Extruder printCore, der die Systeme powerPrint Plus und powerPrint Flex antreibt. Diese Anlagen ermöglichen Verarbeitungstemperaturen von bis zu 400 °C und Materialdurchsätze von mehreren Hundert Gramm pro Stunde bis hin zu 70 kg/h {{cite:}}{{cite:}}.

Das Unternehmen hebt hervor, dass seine additiven Fertigungssysteme eine schnelle Prototypenentwicklung und eine frühe Geometrievalidierung ermöglichen. Der 3D-Druck erlaubt die zügige Iteration dünnwandiger, großflächiger Prototypen auf Basis von CAD-Modellen, verkürzt Entwicklungszyklen und unterstützt die Anbindung an Verbundprozesse wie LFI und Sandwichbauweisen {{cite:}}{{cite:}}.

Zu den ausgestellten Verbundbauteilen gehören ein Sandwich-Unterfahrschutz sowie eine beleuchtete Frontblende mit einer ColorForm-Oberfläche aus Polyurethan, die zugleich robust und selbstheilend ist. LFI-Demonstratoren zeigen torsionssteife Sandwichstrukturen mit faserverstärkten Kernen und verdeutlichen Leichtbaukonzepte mit hoher Steifigkeit für Fahrzeugstrukturen {{cite:}}.

Ausblick

Während die Automobilindustrie und angrenzende Branchen verstärkt auf Leichtbau, Kreislauffähigkeit und Hochleistungswerkstoffe setzen, wird sich zeigen müssen, wie wirkungsvoll die integrierte Plattform von KraussMaffei Entwicklungszeiten verkürzt, Materialverluste reduziert und den Einsatz von recycelten oder biobasierten Harzen ermöglicht. Die Verknüpfung von additiven und Verbundsystemen dürfte Lieferantenstrategien prägen, die Softwareintegration beeinflussen und die Qualifizierung von Fachkräften vorantreiben - insbesondere vor dem Hintergrund verschlankter Produktionskonzepte.